Sehenswertes
Im öffentlich zugänglichen Teil der Höhle führen beleuchtete Wege zwischen mächtigen Formationen aus Stalaktiten und Stalagmiten hindurch. Der Pfad führt zu einem großen, 120 Meter langen Salzwassersee, der genau auf Höhe des Meeresspiegels liegt. Die Besonderheit dieser Unterwelt lockte auch das Filmgeschäft an: Im Sommer 1978 verwandelte sich die Höhle rund zwei Monate lang in die riesige Kulisse von „L'isola degli uomini pesce“ (1979), einem Science-Fiction-Film von Sergio Martino mit Barbara Bach und Claudio Cassinelli. Außerhalb der Landzunge befinden sich weitere Höhlen wie die Grotta Verde, die für Touristen geschlossen ist, und die Grotta di Ricami, die ausschließlich über das Meer erreichbar ist. Die Meeresgründe der Umgebung verbergen zudem zahlreiche Unterwasserhöhlen, ein Paradies für Taucher; die größte und bekannteste ist die Grotta di Nereo, die jedes Jahr von Tausenden Tauchsportlern besucht wird.
Der Besuch
Da die Höhle direkt am Wasser liegt, kann sie nur bei ruhiger See besucht werden. Die Besucher werden bei einstündigen Führungen mit Erklärungen auf Italienisch und Englisch im Gänsemarsch an den angelegten Wegen entlanggeführt. Der Andrang ist sehr groß: In der Hochsaison im August können sich bis zu 200 Personen gleichzeitig in der Höhle aufhalten. Den Eingang erreichst du über das Meer mit einer kurzen Bootsfahrt vom Hafen von Alghero aus (im Sommer fahren die Boote stündlich, im Frühjahr und Herbst seltener) oder zu Fuß über die Escala del Cabirol (die Rehbock-Treppe). Diese schwindelerregende Treppe mit 654 Stufen wurde 1954 direkt in den Fels gehauen und verbindet den Parkplatz oben auf der Landzunge mit dem Fuß der Klippe.
Tipp der Redaktion
Da der Zugang zur Höhle stark vom Wetter und vom Wellengang abhängt, solltest du vor deiner Ausflugsplanung immer den Zustand des Meeres prüfen – besonders dann, wenn du eines der Ausflugsboote ab dem Hafen nehmen möchtest.