Sehenswertes
Das komplett aus lokalem Schiefergestein errichtete Bauwerk besitzt die massive Form eines Kegelstumpfs. Es misst an der Basis 16 Meter im Durchmesser und ist 10 Meter hoch, bei einer Außenwandstärke von etwa 2,5 Metern. Der ursprüngliche Zugang – eine Luke – befindet sich sechs Meter über dem Boden. Die Besatzung gelangte über Strick- oder Holzleitern hinein, die bei einem Angriff schnell hochgezogen werden konnten. Im Inneren stützt eine zentrale Säule das pilzförmige Gewölbe des Raumes, der in drei mit Schießscharten versehene Abschnitte unterteilt ist. Links von der Luke führt eine steile, schmale Treppe direkt in der dicken Mauer nach oben zur Waffenplattform. Früher befand sich an der Brüstung der Terrasse die sogenannte „Mezzaluna“ – eine leichte, halbkreisförmige Konstruktion aus Dachziegeln und Schilfrohr, die Soldaten und Munition Schutz bot.
Der Besuch
Nur drei Meter über dem Meeresspiegel liegt die Festung auf einer strategisch günstigen Insel zwischen der Isola Piana und dem Capo Falcone. Mit diesen beiden Punkten stand sie einst in ständigem Sichtkontakt. In historischen Dokumenten wird sie als Torre „de armas“ oder „gagliarda“ geführt, was einer schweren Verteidigungsanlage entspricht. Zur Besatzung gehörten ein Alcaide (der Kommandant), ein Artillerist sowie drei oder vier Soldaten. Sie waren mit drei großkalibrigen Kanonen, einer Drehbasse und mehreren Gewehren ausgerüstet. Die militärische Nutzung endete im Jahr 1846 – vier Jahre nach der Auflösung der Reale amministrazione delle torri, der für das Verteidigungssystem der Insel zuständigen königlichen Verwaltung.
Tipp der Redaktion
Schau dir die Festung vom Strand aus an und versuche, die Sichtlinien zur Isola Piana und zum Capo Falcone nachzuvollziehen – so erkennst du die durchdachte Geometrie des Frühwarnsystems aus dem 16. Jahrhundert.