Als Junge entdeckte C.S. Lewis in einem antiken Atlas den lateinischen Namen dieser Stadt — Narnia — und strich ihn an: Als er Jahrzehnte später seine Welt hinter dem Kleiderschrank erfand, stammte der Name genau von hier. Das reale Narni mit seinen 20.054 Einwohnern steil über der Schlucht des Flusses Nera steht dem in nichts nach: Die Ponte d’Augusto aus dem Jahr 27 v. Chr. faszinierte schon die Reisenden der Grand Tour und inspirierte den Pinsel von Corot.
Unter den Straßen erstreckt sich die 1979 wiederentdeckte Unterwelt Narni sotterranea: eine mit Fresken verzierte Kirche aus dem 12. Jahrhundert und eine Inquisitionszelle mit den eingekratzten Graffiti der Gefangenen. Im Mai versetzt das Lanzenstechen Corsa all’Anello die Stadt zurück ins 14. Jahrhundert, und ein Gedenkstein kurz außerhalb des Ortes erhebt einen ganz besonderen Anspruch: Hier soll der exakte geografische Mittelpunkt Italiens liegen.
In der Nähe von Narni
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