Wenn du nach Ottaviano kommst, beherrscht die Silhouette des Vesuvs sofort den Horizont – ein deutliches Zeichen dafür, dass ein Großteil des Vulkankraters genau auf diesem Gemeindegebiet liegt. Besuchern fällt als Erstes das Castello Mediceo ins Auge, der heutige Hauptsitz des Parco Nazionale del Vesuvio. Die Kleinstadt mit ihren 23.543 Einwohnern musste nach den schweren Zerstörungen beim Ausbruch von 1944 große Teile ihres Stadtbildes neu aufbauen.
Etwa 20 Kilometer östlich von Napoli gelegen, reicht der Ort bis in die Römerzeit zurück. Damals war er ein Landgut auf dem praedium Octaviorum, einem riesigen Anwesen der gens Octavia, der Familie von Kaiser Augusto. Bis 1933 trug die Gemeinde offiziell den Namen Ottaiano; heute dient sie als zentrales Verwaltungszentrum für die gesamte Vesuv-Region.
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