Am 10. Juli 1976 entwich aus dem Chemieunternehmen ICMESA an der Grenze zu Meda eine Dioxinwolke, die über Seveso zog und den Ort schlagartig in die europäische Umweltgeschichte einbrannte: Aus diesem Unglück entstanden die „Seveso-Richtlinien“, jene EU-Vorschriften, die bis heute den Umgang mit gefährlichen Industrieanlagen regeln.
Auf dem am schwersten betroffenen und inzwischen sanierten Gelände erstreckt sich heute der Bosco delle Querce – ein Erinnerungspark, dessen Wege an Tausenden nach der Katastrophe gepflanzten Bäumen vorbeiführen. Die Stadt in der Brianza zählt 22.733 Einwohner und hat eine lange Tradition im Möbelbau; sie zeigt eindrucksvoll, wie aus einer tiefen Wunde ein Ort der Natur und des Umweltbewusstseins erwachsen kann.
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