Bevor Mailand den Ton angab, regierte Pavia: Zwei Jahrhunderte lang war die Stadt Hauptstadt des Langobardenreichs, und in San Michele Maggiore wurden die Könige Italiens gekrönt – darunter auch Federico Barbarossa. In San Pietro in Ciel d'Oro ruht Sant'Agostino in jenem Marmorsarg, den Dante im Paradiso erwähnt, während die Ponte Coperto den Ticino in Richtung Borgo Ticino überquert.
Die 1361 gegründete Universität hält die Stadt seit sieben Jahrhunderten jung – zu ihren Professoren gehörte auch Alessandro Volta. Acht Kilometer entfernt liegt die Certosa: Das Kloster, das die Visconti in maßlosen Dimensionen erbauen ließen, zählt zu den reichsten Monumentalbauwerken Italiens. Und Risotto ist hier eine wirklich ernste Angelegenheit.
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