Hinter den Zinnenmauern der Burg, die der Stadt ihren Namen verleiht, hütet Castelfranco ihr großes Genie: Giorgione wurde hier um 1477 geboren. Seine Altartafel im Dom mit dem hoch aufragenden Thron und der verträumten Landschaft gilt als ein Meilenstein an der Schwelle zur modernen Malerei. Das Haus, das die Tradition ihm zuschreibt, beherbergt das Museum; das Teatro Accademico aus dem 18. Jahrhundert präsentiert sich wie ein elegantes Schmuckstück aus Samt.
Außerhalb der Mauern verlocken die Cafés auf der Piazza und die venetischen Villen draußen auf dem Land. Auf den Tisch kommt der Radicchio Variegato di Castelfranco, den man auch als „essbare Rose“ bezeichnet. Treviso und Padua liegen nur zwanzig Minuten entfernt: Das Venetien der Festungsstädte zeigt sich hier von seiner besten Seite.
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