Sehenswertes
Die Architektur der Anlage dokumentiert die verschiedenen Entwicklungsphasen des Thermalwesens im Aostatal. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die Quellen von den lokalen Institutionen und dem Conseil des Commis erworben, dem damaligen regionalen Regierungsorgan, das 1750 das erste echte Kurbad errichten ließ. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem bevorzugten Ziel für den Elitetourismus. Das Dorf nahm den Namen Pré-Saint-Didier-les-Bains an und 1834 wurde das große historische Kurbad erbaut. Gleichzeitig wurden die ursprünglichen Bauten aus dem 18. Jahrhundert für die Behandlung der ärmeren Bevölkerung umgewidmet. Die Erweiterung der Anlage setzte sich 1888 mit dem Bau eines eleganten Gebäudes fort, das als Casino dienen sollte. Nach einer etwa dreißigjährigen Pause im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das gesamte Gelände gründlich saniert: Heute sind das Kurbad von 1834 und das ehemalige Casino restauriert und zu den neuen Thermalanlagen vereint worden, was den wirtschaftlichen Neuanfang der Gemeinde markiert.
Der Besuch
Auf den heutigen Rundwegen kannst du nicht nur die restaurierten historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert erkunden, sondern auch die umgebende Naturlandschaft, aus der das Thermalwasser entspringt. Mit der Neubelebung der Anlage wurde nämlich auch das Areal der Schlucht aufgewertet, die der angrenzende Fluss direkt neben den Thermen gegraben hat.
Tipp der Redaktion
Nimm am Ende deines Thermenbesuchs den Wanderweg, der direkt an den Anlagen beginnt: Er führt zu einem freischwebenden Aussichtssteg, der im Frühjahr 2014 eingeweiht wurde und auf dem du direkt über die tiefe Schlucht des Orrido di Verney spazieren kannst.