Das Erdbeben von 1693 radierte das alte Noto aus; die Antwort darauf war eines der radikalsten städtebaulichen Projekte Europas: alles an einem anderen Ort neu aufzubauen, aus einem goldenen Stein, der im Sonnenuntergang wie Feuer aufglüht. Das Ergebnis – „der Garten aus Stein“ – ist die Hauptstadt des sizilianischen Barocks und seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe: die Kathedrale oben auf der Freitreppe, der Palazzo Ducezio und die Balkone des Palazzo Nicolaci, die von Sirenen und Greifen getragen werden.
Am dritten Sonntag im Mai bedeckt sich die Via Nicolaci für die Infiorata mit einem Teppich aus Blütenblättern. Ringsum liegen die Weinberge des Nero d'Avola, das Schutzgebiet Vendicari mit seinen Flamingos und die Strände von Calamosche: der Südosten von seiner eindrucksvollsten Seite.
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