Friedrich II. machte Lucera zu einem einzigartigen Experiment: In den 1220er-Jahren siedelte er Zehntausende sizilianische Sarazenen hierher um und schuf so mitten im Herzen der Christenheit eine muslimische Stadt, die dem Kaiser treu ergeben und für ihre Bogenschützen sowie Handwerker berühmt war. Die staufisch-anjoinische Festung, eine der größten Süditaliens, beherrscht noch heute den Hügel der Stadt.
Die „Schlüssel von Apulien“ genannte Stadt bewahrt außerdem ein in den Fels gehauenes augusteisches Amphitheater und den Dom aus dem 14. Jahrhundert – eine der wenigen anjoinischen Kathedralen, die unversehrt erhalten geblieben sind. Von den Aussichtspunkten erstreckt sich die Ebene des Tavoliere wie ein Weizenmeer: Lucera fasst die Geschichte der Capitanata auf einen einzigen Blick zusammen.
Der Reiseführer für Lucera
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