Schon im 1. Jahrhundert v. Chr. prägte diese Festung eine eigene Münze. Als alte Siedlung im nördlichen Salento wurde Oria laut Herodot von Kretern gegründet und stieg später zur politischen Hauptstadt der Messapier auf. Heute zählt der Ort 15.228 Einwohner, doch sein historisches und archäologisches Gewicht bleibt zwischen den apulischen Hügeln spürbar.
Der mittelalterliche Kern schlängelt sich durch ein Netz aus engen Gassen und Treppen, das im Stauferkastell gipfelt. Von Friedrich II. errichtet, fällt die Burg durch ihren ungewöhnlichen, schiffsförmigen Grundriss auf. In diesen Straßen blühte bis zum 10. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde, die einen Ort bereicherte, der seit dem späten 16. Jahrhundert Sitz des gleichnamigen Bistums ist.
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