Das größte Fest von Maratea erinnert nicht an den Tod des Patrons, sondern an seine Ankunft: an den Jahrestag der Übertragung der Reliquien des Blasius von Sebaste in die lukanische Kleinstadt. Es dauert acht Tage, vom Samstag vor dem ersten Maisonntag bis zum zweiten Sonntag des Monats. Des Martyriums gedenkt man dagegen am 3. Februar, hier wie anderswo.
Das Protokoll des heutigen Festes wurde 1695 festgelegt und bis heute bewahrt. In diesen acht Tagen verlässt das Standbild viermal die Basilika: Die erste Prozession, „San Biagio geht über das Land", führt durch die Altstadt, das Castello; die dritte, „San Biagio durch die Straßen der Stadt", durch das heutige historische Zentrum; die zweite und vierte bestehen im Tragen der Statue, seit 1781 in festgelegter Form.
Die Basilika steht auf dem Gipfel des Monte San Biagio, gegenüber der Erlöserstatue, am höchsten Punkt des alten Maratea: Der Überlieferung nach erhebt sie sich über einem Minerva-Tempel; seit 1940 ist sie Basilica minor.
