Im Mittelalter als Kapelle der Burg von Montecatini entstanden und ursprünglich dem Erzengel Michael geweiht, wurde die Kirche San Pietro Apostolo im 12. Jahrhundert zur Pfarrkirche und übernahm die Aufgaben der Landkirche San Pietro in Neure. Sie steht an der Piazza della Fortezza in Montecatini Alto und gehört zum Bistum Pescia; tiefgreifende Umbauten haben ihre ursprüngliche Ausrichtung umgekehrt.
Sehenswertes
Vor der heutigen Fassade steht ein wuchtiger mittelalterlicher Turm, und zwar genau dort, wo einst die Apsis des romanischen Baus lag. Der Innenraum wurde im 17. Jahrhundert umgestaltet und im 18. Jahrhundert nach einem Entwurf des Architekten Antonio Zannoni erweitert, der ihn auf drei Schiffe brachte und dabei einige Säulen der früheren romanischen Kirche wiederverwendete. Im Chor hängt das Altarbild der Himmelfahrt Christi von Santi di Tito. Im Kirchenschiff findest du das Martyrium der heiligen Margareta, ein Frühwerk von Agostino Melissi, das aus der gleichnamigen Kirche hierher kam, sowie die Leinwand mit dem Martyrium der heiligen Barbara von Orazio Titi, dem Sohn von Santi. Dazu kommen die Empfängnis von Ranieri del Pace und zwei Marmoraltäre von Marco Moretti. Im Museum der Kirche wird außerdem ein Reliquiar der heiligen Barbara aufbewahrt, das Benvenuto Cellini oder seiner Werkstatt zugeschrieben wird.
Der Besuch
Die Kirche steht an der Piazza della Fortezza 7. Auf dem Rundgang siehst du sowohl den im 18. Jahrhundert umgeformten Baukörper als auch die Gemälde und Skulpturen, die entlang des Schiffs und im angeschlossenen Museum aufbewahrt werden.
Tipp der Redaktion
Achte darauf, wo der mittelalterliche Turm im Verhältnis zum Hauptportal steht: Wenn dir klar wird, dass er sich über der einstigen Apsis erhebt, kannst du die Umkehrung der Kirchenachse im Lauf der Jahrhunderte ganz konkret nachvollziehen.
