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🖼️ Museen

Casa Carducci

📍 Bologna, Emilia-Romagna · 60/100

Giosuè Carducci wohnte von 1890 bis 1907, dem Jahr seines Todes, in diesem Haus. Im Jahr zuvor hatte er den Nobelpreis für Literatur erhalten, als erster Italiener: Er war zu krank, um nach Stockholm zu reisen, und man überreichte ihn ihm hier, in diesen Zimmern. Nach seinem Tod kaufte die Königin Haus und Bibliothek und schenkte sie der Stadt, und darum kann man sie heute besichtigen.

Sehenswertes

Man betritt die Zimmer des Dichters, mit den Möbeln, den Bildern, den Papieren und den Gegenständen an ihrem Platz: das Arbeitszimmer, die Tische, die Sessel. Am meisten beeindruckt die Bibliothek, Zehntausende von Bänden, die die Wände vom Boden bis zur Decke bedecken und die das wahre Bildnis des Mannes sind, weit mehr als sein Gesicht in den Büsten.

Das Gebäude hat eine frühere Geschichte, die kaum jemand vermutet: Es wurde im sechzehnten Jahrhundert als Oratorium und Kirche einer Bruderschaft errichtet, brannte im achtzehnten Jahrhundert, wurde wieder aufgebaut, und mit der napoleonischen Besetzung wurde die Bruderschaft aufgehoben und der Komplex an Private verkauft, die daraus das herrschaftliche Haus machten, das man sieht. Im selben Gebäude hat auch das städtische Museum des Risorgimento seinen Sitz.

Der Besuch

Das Haus liegt an der Piazza Carducci, unter der Mauer zwischen Porta Maggiore und Porta Santo Stefano, zehn Minuten zu Fuß von der Piazza Maggiore; Eintritt je nach Tag gegen Gebühr oder frei, mit einem Ruhetag: vorher prüfen. Eine Stunde.

Tipp der Redaktion

Halten Sie im Garten davor unter dem Denkmal inne: ein Stück Grün im Verkehr der Ringstraße, und von dort sieht man das Haus so, wie es die sahen, die ihn besuchen kamen. In Italien liest man Carducci in der Schule und deshalb selten aus eigenem Antrieb; seinen Schreibtisch und seine abgegriffenen Bücher zu sehen, macht Lust, ihn als Erwachsener wieder aufzuschlagen.

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