⛪ Kirchen und Heiligtümer

Monastero di San Prospero

📍 Camogli, Ligurien · 37/100

Am 2. Juli 1883 wurde die Anlage für den Gottesdienst geöffnet. Erbaut hatten sie die Benediktinermönche der Kongregation von Santa Maria di Monte Oliveto Maggiore, die Olivetaner aus Siena. Im selben Jahr entstand die Klosterbibliothek, die bis heute im italienischen Bibliotheksverzeichnis geführt wird.

Sehenswertes

Das Kloster liegt oberhalb des Ortes, in der Via Romana 59, an der alten Straße, die vom Hafen zum Kamm der Halbinsel hinaufführt. Das Patrozinium ist allerdings viel älter als das Gebäude: unten im Zentrum steht noch das Oratorium San Prospero e Santa Caterina, errichtet 1420, und nicht weit davon das ehemalige Hospital derselben beiden Heiligen, dessen Bau aus dem 19. Jahrhundert heute leer steht. Der Name San Prospero war in Camogli also schon Jahrhunderte vor den Olivetanern in Gebrauch.

In der Nähe des Klosters stehen zwei Kapellen der heiligen Anna. Die alte ist eine Ruine, doch über dem Eingangsportal hält eine Nische noch immer die Statue der Heiligen. Die neue wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert errichtet und gab der Siedlung Sant'Anna ihren Namen, einem der Ortsteile, die das Gemeindestatut neben Bana, San Giacomo und San Nicolò anerkennt.

Der Besuch

Vom Ortszentrum geht man zu Fuß über Creuze und Treppengassen hinauf, oder man fährt die Via Romana hoch. Das Kloster ist kein Museum und hat auch keine Museumszeiten: die Kirche folgt dem Rhythmus der Gemeinschaft, die dort lebt, deshalb fragt man besser im Ort nach, bevor man losgeht. Auch die Bibliothek, 1883 zusammen mit allem Übrigen gegründet, ist ein Präsenzbestand und kein Durchgangsraum.

Tipp der Redaktion

Wir gehen am späten Nachmittag hinauf, wenn die Sonne zum Golfo Paradiso hin sinkt und der Lärm der Promenade unten bleibt. Wir empfehlen die paar zusätzlichen Minuten bis zu den beiden Anna-Kapellen: die verfallene alte, mit jener Statue in der Nische über der Tür, erzählt vom Hang über Camogli mehr als der neuere Klosterbau. Danach steigt man die Treppen wieder hinunter zu den bemalten Häusern am Hafen.

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