⛪ Kirchen und Heiligtümer

basilica di Santa Maria Assunta

📍 Camogli, Ligurien · 57/100

Die Pfarrkirche von Camogli steht auf einem Felsen: Nach örtlichen Quellen wurde sie im 12. Jahrhundert auf einer kleinen Insel unmittelbar neben dem Fischerhafen errichtet, und eine Seite des Baus liegt bis heute am Wasser, hinter den hohen bunten Häusern des Ortes. Erweiterungen im 16. Jahrhundert und in den ersten Jahrzehnten des 19. veränderten ihre Gestalt; der Genueser Erzbischof Luigi Lambruschini weihte sie 1826, Monsignore Placido Maria Tadini weihte sie 1847 erneut, und im November 1988 erhob Johannes Paul II. sie zur Basilica minor.

Sehenswertes

Innen drei barocke Schiffe, überzogen mit vergoldetem Stuck und Buntmarmor, dazu Kristalllüster und ein Taufbecken aus denselben Marmorsorten: Nach der schlichten Fassade kommt das alles auf einmal. Im Gewölbe hängen Fresken vom Ende des 19. Jahrhunderts von Nicolò Barabino und Francesco Semino. Der Hochaltar stammt vom Bildhauer Andrea Casareggio und trägt die Assunta, eine barocke Holzfigur des aus Camogli gebürtigen Francesco Maria Schiaffino; das Chorgestühl ist aus dem 18. Jahrhundert, in der Sakristei hängt eine Kreuzabnahme von Luca Cambiaso.

Die Kapellen lohnen einen langsamen Rundgang. Rechts die Rosenkranzmadonna mit dem heiligen Dominikus und der heiligen Katharina, wieder von Schiaffino, und der Marmoraltar des heiligen Prosper von 1788 mit einem Reliquiar aus dem 16. Jahrhundert. Links das Altarbild vom wunderbaren Fischzug von Bernardo Castello, eine Madonna mit Kind von Domenico Fiasella, ein heiliger Erasmus von Giuseppe Badaracco und ein heiliger Antonius von Padua von Guido Galletti, demselben Bildhauer, der den Christus der Tiefe vor der Küste geschaffen hat. In den drei Nischen der Fassade stehen seit 1970 die Heiligen Prosper und Fortunatus mit der Madonna del Boschetto.

Der Besuch

Der Eingang liegt an der Via dell'Isola, am Ende des alten Ortskerns über dem Hafen: Vom Bahnhof geht man in wenigen Minuten bergab, und der untere Teil von Camogli lässt sich ohnehin nur zu Fuß erkunden. Es ist eine aktive Pfarrkirche im Vikariat Recco-Uscio-Camogli, die Öffnungszeiten richten sich also nach den Gottesdiensten; um die Messzeiten herum ist die Chance am größten, sie offen zu finden.

Tipp der Redaktion

Schaut sie euch zuerst von außen an, von der Hafenmole: Von dort begreift man, dass sie auf dem Felsen sitzt, die Mauer fast bündig mit dem Wasser, was drinnen völlig verloren geht. Dann tretet ein und sucht den heiligen Antonius von Galletti: diese Figur und den Christus auf dem Meeresgrund am selben Tag zu sehen, beide aus derselben Hand, ist die beste Art, Camogli zu erleben.

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