Die Kirche San Pietro del Fossato steht außerhalb des Dorfes, in der Örtlichkeit Villa, und diese Lage ist ihr sprechendstes Dokument: Bis 1300 lebten die Bewohner von Cosio nicht im Dorf zusammen, sondern verstreut in Gehöften zwischen den Feldern, und die Kirche stand dort, wo die Leute waren. Manche Quellen führen sie ins 10. Jahrhundert zurück, in den Statuten von Cosio erscheint sie jedoch erst 1303.
Sehenswertes
Vom ursprünglichen Bau haben sich das Presbyterium und einige Freskenspuren des rechteckigen Raums erhalten. Unter den erhaltenen Malereien findet sich das Bischofswappen von Giorgio Fieschi, Bischof von Albenga: ein Detail, das zeigt, welcher Jurisdiktion dieses Tal unterstand. Später entstand daneben eine zweite Kirche, jene della Costa.
Der Besuch
Vom Zentrum Cosios erreicht man sie mit einem kurzen Weg Richtung Villa. Erwarten Sie keine ganze Kirche: Was bleibt, ist ein Fragment, und man sollte es als das ansehen, was es ist — der handfeste Beweis für eine Art, dieses Gebirge zu bewohnen, die vor siebenhundert Jahren endete.
Tipp der Redaktion
Suchen Sie das Fieschi-Wappen unter den Fresken: Es ist die Unterschrift einer fernen Macht auf einer Landkirche und der Grund, warum sich der Weg hierher lohnt.
