Die Pfarrkirche von Mendatica wurde 1454 geweiht, romanisch und dreischiffig. Im 18. Jahrhundert rissen die Bewohner sie selbst ab, um sie größer wieder aufzubauen: Vom alten Bau behielten sie allein den Glockenturm mit den Biforien und änderten dessen Spitze.
Sehenswertes
Die Kirche, die man heute sieht, ist einschiffig und barock, und ihre Gewölbe halten eine Besonderheit bereit: Die Fresken zeigen Bewohner des Dorfes jener Zeit, wirkliche Gesichter, hineingesetzt in die heiligen Szenen. Im Inneren steht eine Madonna von Anton Maria Maragliano, dem Genueser Schnitzer, der im 18. Jahrhundert halb Ligurien belieferte.
Der Besuch
Sie steht an der Piazza Roma, mitten im Dorf, das sich am Hang entlangzieht: Im Winter verlässt die Sonne es schon am frühen Nachmittag, und dieser Teil des Ortes liegt als einer der ersten im Schatten. Der Wiederaufbau begann 1766 nach einem Entwurf des Meisters Domenico Belmonte aus Gazzelli — derselbe Name, der in Testico für den achteckigen Saal der Pfarrkirche auftaucht — und die veranschlagten Kosten lagen bei rund 12.000 Lire.
Tipp der Redaktion
Nehmen Sie sich Zeit für die Gewölbe und suchen Sie die Gesichter: Es sind die Bewohner von Mendatica im 18. Jahrhundert, und es ist selten, sie in einer Bergpfarrkirche gemalt zu finden.
