Die Kathedrale Sant'Ambrogio, oder Dom von Vigevano, ist das wichtigste religiöse Gebäude der Stadt und liegt an der Piazza Ducale.
Sehenswertes
Sie wurde 1532 vom Herzog von Mailand Francesco II. Sforza begonnen, nachdem Papst Klemens VII. Vigevano 1530 zum Bischofssitz erklärt hatte, nach dem Entwurf von Antonio da Lonate, und 1612 geweiht. Für den Bau wurde die frühere Kirche aus dem 14. Jahrhundert großenteils abgerissen, nur der Apsisbereich blieb erhalten, doch die Ursprünge sind älter: Urkunden von 963 und 967 sprechen schon von einer Basilika Sant'Ambrogio in Vigevano. Die großartige konkave Barockfassade entwarf Juan Caramuel y Lobkowitz, von 1673 bis 1682 Bischof der Stadt: Die Achsen von Dom und Platz sind verschieden, weil der Platz der Bühneneingang zum Schloss war und nicht zur Kathedrale, und die konkave Fassade macht den Dom symmetrisch zum Platz, der vom Eingang des Schlosses, also der weltlichen Macht, zum vornehmen Vorzimmer des Doms, also der kirchlichen Macht, wird.
Der dreischiffige Innenraum, im 19. Jahrhundert ausgeschmückt, hat ein von Francesco Gonin mit dem Leben des heiligen Ambrosius ausgemaltes Gewölbe in hellen Farben und Vergoldungen. In der zweiten Kapelle des linken Seitenschiffs steht das Polyptychon Biffignandi von Bernardo Ferrari, sechs Tafeln mit der Madonna mit Kind und Engeln, der Kreuzabnahme und den Heiligen Dominikus, Franziskus, Jakobus dem Älteren und Johannes. Die Tafel mit der Kreuzigung und Heiligen, signiert und 1531 datiert, stammt von Cesare Magni, einem Nachfolger Leonardos, und wurde von Herzog Francesco II. Sforza gestiftet. Es gibt auch das Grabmal von Galeazzo Pietra, erstem Bischof von Vigevano von 1530 bis 1552, und die 1782 von den Serassi aus Bergamo gebaute Orgel auf der rechten Empore des Presbyteriums.
Der Besuch
Die Kathedrale liegt an der Piazza Ducale in Vigevano. Öffnungszeiten oder Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind zu prüfen.
Tipp der Redaktion
Im Dom befindet sich das Schatzmuseum: Sein historischer Kern ist die Schenkung, die Herzog Francesco II. Sforza 1534 der neuen Diözese machte, und es umfasst mehr als hundert kostbare Objekte, darunter Kelche, Ziborien, illuminierte Messbücher, einen Bischofsstab aus Elfenbein und flämische Wandteppiche aus Brüssel von 1520.



