Villa Era entstand zwischen 1884 und 1888 nach einem Entwurf des Turiner Ingenieurs Petitti für Giovanni Magnani, einen Unternehmer aus dem Valle Cervo. Sie begann nicht bei null: Die Arbeiten verwandelten und erweiterten ein ländliches Gebäude des achtzehnten Jahrhunderts zu einer Repräsentationsvilla.

Sehenswertes

Der Stil ist klassizistisch, und die Fassade beruht auf starken Symmetrien, mit Giebeln, Gesimsen und Säulen mit dorischen Kapitellen. Der Mittelbau springt vor und trägt im Hochparterre einen architravierten Portikus mit Fries. Es ist eine Front, die aus der Entfernung betrachtet werden will, und tatsächlich steht die Villa auf den Hügeln des Biellese, mit Blick über die Ebene darunter.

Der Besuch

Die Villa liegt in einem großen, eleganten und gepflegten Park, in dem sich auch ein Weinberg befindet. Sie ist weiterhin Privatbesitz: Seit 1935, als der Biellese Industrielle Ermanno Rivetti sie kaufte, gehört sie der Familie Rivetti, die sie bis heute besitzt.

Tipp der Redaktion

Man sollte im Kopf behalten, woher dieses Haus kommt. Unter dem klassizistischen Gewand steckt ein Gutshof, und wer ihn wachsen ließ, war kein Adliger: Villa Era gab ein Unternehmer aus dem Valle Cervo in Auftrag, gekauft hat sie später ein Textilindustrieller, und dieser Besitzwechsel erzählt das Biellese besser als jeder Giebel.

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