Um 1680 wurde das Gewölbe dieser Kirche von Andrea Pozzo ausgemalt, dem Jesuiten, der Europa in jenen Jahren beibrachte, wie man eine Decke aufreißt und eine gemalte Architektur in den Himmel steigen lässt. Von jener Arbeit sind zwei Einzelheiten geblieben. Alles Übrige wurde getilgt und im neunzehnten Jahrhundert neu gemalt.
Sehenswertes
Die Kirche gehört den Jesuiten, die im sechzehnten Jahrhundert nach Turin gerufen wurden, und steht dort, wo die alte Pfarrkirche Santo Stefano lag. Der Grundstein wurde 1577 in Gegenwart Emanuele Filibertos gelegt, der sie dringend wollte, nach einem Entwurf, der Pellegrino Tibaldi zugeschrieben wird. Geweiht ist sie den drei Märtyrern Avventore, Ottavio und Solutore, den ältesten Patronen der Stadt, deren Reliquien sie verwahrt. An der Front bergen sechs Nischen sechs vollrund geschnitzte Holzstatuen.
Innen ist alles Marmor, Stuck und Gold. Der Chor wurde von Isidoro Bianchi ausgemalt, der Hochaltar von Filippo Juvarra entworfen, das Altarbild mit der Muttergottes und den drei Märtyrern von Gregorio Guglielmi gemalt; die Kuppel stammt aus dem achtzehnten Jahrhundert und wurde nach den Schäden der französischen Belagerung erneuert. Hier liegen der Philosoph Joseph de Maistre, Giovanni Botero, Verfasser des Traktats über die Staatsräson, und Giovanni Francesco Bellezia, der während der Pest von 1630 Bürgermeister der Stadt war.
Der Besuch
Die Kirche liegt in der Via Garibaldi, Ecke Via Botero, in der Fußgängerzone. Sie ist Gottesdienstort und hat eigene Zeiten, wobei die Messen Vorrang haben. Zwanzig Minuten.
Tipp der Redaktion
Die Kirche bildet die Ecke zur Via Botero, und Giovanni Botero liegt hier drinnen begraben: einer der seltenen Fälle, in denen Straße und Grab einander berühren. Suchen Sie dann das Gedicht, das der piemontesische Dichter Nino Costa dieser Kirche widmete. Es betrachtet dieselben Marmore und dieselben Vergoldungen, die Sie betrachten, und fragt, warum eine Kirche so prunkvoll sein müsse, wenn Jesus in einem Stall geboren wurde. Ein feindseliger Reiseführer, geschrieben von einem, der hier zur Messe ging.
