Sehenswertes
Außen bewahrt die Kirche das Portal aus dem späten 16. Jahrhundert und die Tribuna, die den Architekten Giovanni Maffei und Niccolò Francesco Maffei zugeschrieben werden. Das einschiffige Innere schmücken Marmorintarsien und Verkleidungen aus gemischten Marmorsorten von dem Bildhauer Vincenzo Tedeschi. Die Decke sowie die Bilder mit der Empfängnis und dem Heiligen Brief stammen vom Maler Letterio Paladino. Über dem Hochaltar beherrscht die Leinwand der Madonna degli Angeli mit dem heiligen Franziskus und der heiligen Klara den Raum, 1658 von Giovan Battista Quagliata gemalt. Zu den Skulpturen und Bildern zählen das Marmortaufbecken aus dem 16. Jahrhundert von Rinaldo Bonanno, das Gemälde des 19. Jahrhunderts San Francesco che riceve le Stimmate von Michele Panebianco und die Leinwand des San Biagio, die Gaetano Corsini 1931 malte. Im Schatz des Heiligtums liegen alte Silberarbeiten, darunter eine Monstranz aus dem 17. Jahrhundert des Messineser Goldschmieds Sebastiano Juvarra.
Der Besuch
Im Inneren des Komplexes wird der unverweste Leib der heiligen Eustochia Calafato aufbewahrt. Nach den schweren Erdbebenschäden wurde die Kirche restauriert und 1929 wieder für den Gottesdienst geöffnet. Das angrenzende Kloster, entstanden unter dem Pontifikat von Papst Pius II., beherbergt Nonnen, die der strengen Regel der heiligen Klara folgen, und ist das einzige Klausurkloster, das im Erzbistum Messina noch aktiv ist.
Tipp der Redaktion
Beim Besuch verdient das Taufbecken von Rinaldo Bonanno aus dem 16. Jahrhundert besondere Aufmerksamkeit: ein meisterhaft gearbeitetes Marmorstück, das den Zerstörungen der Erdbeben entgangen ist, die das künstlerische Erbe der Stadt verändert haben.
