Das außergewöhnlichste Stück dieses Museums ist ein bronzener Greif, so hoch wie ein Kind, in der islamischen Welt gegossen und fast sicher als Kriegsbeute nach Pisa gelangt. Die Pisaner setzten ihn als Trophäe auf das Dach der Kathedrale und ließen ihn dort jahrhundertelang; heute steht das Original hier und auf dem Dom eine Kopie.
Sehenswertes
Das Museum versammelt den Domschatz und die Werke, die man zum Schutz von den Bauten des Platzes abgenommen hat: Skulpturen, Paramente, Goldschmiedearbeiten, Stücke der liturgischen Ausstattung. Es sitzt im Palast, der Kapitelsaal, dann Priesterseminar, Kunstakademie und Kloster war, und wurde 1986 eröffnet; nach einigen Jahren der Schließung öffnete es 2019 mit einer strengeren Auswahl wieder.
Einige Bestände sind anderswohin gebracht worden, andere, wie die Holzmodelle der Bauten und die archäologische Abteilung, warten im Depot auf eine neue Aufstellung. Vom Kreuzgang des Museums sieht man den Schiefen Turm aus einem Winkel, den der Platz nicht bietet, und ohne die Menge davor.
Der Besuch
Das Museum liegt an der Piazza del Duomo, an der Ecke zum Fluss hin; man kommt mit Einzel- oder Kombikarte für die anderen Bauten des Platzes hinein, die Zeiten wechseln mit der Saison. Anderthalb Stunden.
Tipp der Redaktion
Suchen Sie die Elfenbeinmadonna des Giovanni Pisano: Sie ist aus einem einzigen Elefantenzahn geschnitten, und die Figur neigt sich zur Seite, weil der Zahn gekrümmt war. Der Bildhauer hat das Material nicht korrigiert, sondern ihm nachgegeben, und aus diesem Zwang entstand eine der elegantesten Bewegungen der gotischen Skulptur. Eine Lehre des Handwerks in einem unterarmhohen Gegenstand.
