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⛪ Kirchen und Heiligtümer

cattedrale di Santa Maria Assunta

📍 Bari, Apulien · 61/100

Einmal im Jahr, am einundzwanzigsten Juni, fällt die Sonne durch die Rosette der Kathedrale von Bari und wirft auf den Boden des Schiffs eine Lichtzeichnung, die genau mit dem darunterliegenden mittelalterlichen Mosaik übereinstimmt: gleiche Form, gleiches Maß, gleiche Lage. Wer diese Kirche am Ende des zwölften Jahrhunderts baute, wusste, wohin die Sonne am längsten Tag des Jahres fallen würde, und legte den Boden entsprechend.

Sehenswertes

Die Kathedrale wurde neu errichtet, nachdem die Stadt 1156 dem Boden gleichgemacht worden war, und sie ist apulische Romanik in reinster Form: heller Stein, Giebelfront mit drei Portalen, glatte Flächen und sehr wenig Schmuck, konzentriert dort, wo er nötig ist. Die Rosette ist von gemeißelten Ungeheuern, Tieren und Grotesken gerahmt, dem freiesten und vergnüglichsten Teil des Baus.

Hinter der Apsis steht der Trullo, ein runder Bau mit kegelförmiger Kuppel, der als Sakristei und Archiv diente, einzigartig in seiner Art. Darunter bewahrt die Krypta die Reliquien des heiligen Sabinus und eine byzantinische Madonnenikone, und von dort steigt man weiter in den Succorpo hinab, wo Grabungen die Reste der frühchristlichen Basilika und die Mosaiken des früheren Bodens freigelegt haben.

Der Besuch

Die Kathedrale liegt in der Altstadt, fünf Minuten von der Basilika San Nicola und zehn von der Uferstraße; Eintritt in die Kirche frei, für den unterirdischen archäologischen Rundgang eine Karte mit eigenen Zeiten. Dreiviertelstunde.

Tipp der Redaktion

Sind Sie um die Sommersonnenwende in Bari, erkundigen Sie sich nach der genauen Uhrzeit und sehen Sie zu, wie sich das Licht auf das Mosaik legt: ein Termin, der seit achthundert Jahren eingehalten wird und wenige Minuten dauert. An den übrigen dreihundertvierundsechzig Tagen betrachten Sie die Rosette von außen und suchen die gemeißelten Ungeheuer ringsum: Sie sind die Signatur der Steinmetzen, die an den Rändern taten, was sie wollten.

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