Kosmas und Damian sind die Ärzteheiligen, jene, die man um Heilung anruft, und ihr Heiligtum steht auf einer Höhe knapp über tausend Metern, also auf einem Pass. Von dort führt seit jeher der Weg zwischen dem Arroscia-Tal, und damit Albenga, und der piemontesischen Seite: zwei Welten, die sich oben treffen, und genau dort setzte man die Kirche hin, die man um Gesundheit bittet.
Sehenswertes
Der Bau stammt aus dem neunzehnten Jahrhundert und entstand über einem Votivpfeiler des siebzehnten, der schon dort stand. Die Verehrung ist in drei verschiedenen Tälern tief verwurzelt: im Arroscia, im Pennavaira und im oberen Tanarotal. Es ist kein Dorfheiligtum, es ist das Heiligtum einer Wegkreuzung.
Die Besonderheit des Ortes sind die Loggien, überdachte Gänge rings um das Gebäude. Ende der fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts wurden sie auf Betreiben des örtlichen Erzpriesters erneuert, und dazu entstand ein Pilgerhaus: Aufnahmebauten, denn hier herauf steigt man nicht für eine halbe Stunde.
Der Besuch
Das Heiligtum liegt auf dem Colle di San Cosimo, über dem Ortsteil Gavenola, Gemeinde Borghetto d'Arroscia; man kommt über eine Bergstraße hin, und der Andrang bündelt sich an den Festtagen. Ein halber Tag.
Tipp der Redaktion
Die Loggien sind kein Schmuck: Sie sind Unterkunft. Ein Heiligtumsfest auf einem Pass dauerte länger als einen Tag, und wer von der anderen Seite kam, war Stunden gegangen und konnte am selben Abend nicht zurück. Man schlief dort, unter jenen Gängen. Betrachten Sie sie im Gedanken an eine Augustnacht mit Menschen auf dem Boden, und es ist ein ganz anderes Gebäude.
