Die Burg von Aquila entstand um 1090 auf einer Erhebung in 827 Metern, genau dort, wo sich das Arroscia-Tal und das Pennavaire-Tal zugleich überwachen lassen. Heute ist sie eine Ruine, aber die Logik des Ortes versteht man auf den ersten Blick: Von hier aus sieht man die Burg von Alto, und beide gehörten zur selben Kette von Festungen in Sichtverbindung.
Sehenswertes
Geblieben sind ein gekappter Vieleckturm aus unregelmäßigen Steinen in bodenparallelen Lagen und einige Abschnitte der äußeren Ringmauer; an der Nordseite sind noch Spuren von Zinnen zu erkennen. Der Hügel liegt nahe der Rocca Grande, und der Blick öffnet sich nach beiden Seiten des Grats.
Der Besuch
Von der Kapelle San Giacomo auf dem Grat zwischen Arroscia und Pennavaire geht man eine Viertelstunde zu Fuß; dorthin führt eine schmale Straße von Aquila d'Arroscia oder von Caprauna. Vor Ort gibt es nichts: feste Schuhe, mehr nicht. Von der Burg weiß man, dass sie ab 1202 den Markgrafen von Clavesana gehörte, die 1286 einen Angriff der Truppen von Albenga abwehrten und sie, abgesehen von einem Zwischenspiel der Del Carretto, bis 1393 hielten, als sie an Genua verkauft wurde.
Tipp der Redaktion
Gehen Sie bei tiefem Licht hinauf, am späten Nachmittag: Dann lesen sich die beiden Täler besser, und man begreift, warum eine Burg genau dort stand und nicht fünfhundert Meter weiter.
