Die Wallfahrtskirche steht in der Örtlichkeit Madonna di Curagna, auf dem Grund des Pennavaire-Tals, auf 335 Metern, zwischen schroffen Bergen und Feldern mit Salbei und Obstbäumen. Sie geht weder auf eine Erscheinung noch auf ein Wunder zurück: Die Gläubigen bauten sie aus Frömmigkeit, wahrscheinlich dort, wo schon eine Kirche stand.
Sehenswertes
Der Grundriss ist achteckig, mit Kuppel, und in seiner heutigen Gestalt stammt der Bau aus dem 18. Jahrhundert. Über dem Mittelaltar hängt ein ungewöhnliches Bild: die Jungfrau als kleines Mädchen in einer Wiege, denn die Kirche ist Mariä Geburt geweiht und nicht der erwachsenen Madonna. In den Seitennischen stehen hölzerne Statuen ihrer Eltern, Anna und Joachim.
Der Besuch
Man erreicht sie über den Talboden, und sie ist eines der wenigen Ziele in Nasino, für das man nicht steigen muss. Bei einer Restaurierung kam ein altes Fresko zum Vorschein, das die Datierung nach hinten verschob: Der Bau gehört zu den frühesten Kirchen des Pennavaire-Tals, was erklärt, warum die Frömmigkeit hier älter ist als das, was man sieht.
Tipp der Redaktion
Verbinden Sie den Besuch mit der hohlen Kastanie von Curagna: Sie steht wenige Schritte entfernt am Saumpfad nach Vignolo und ist das andere Denkmal des Ortes — nur eben ein Baum.
