Um 1830 wurde dieses Oratorium abgerissen, weil es mitten auf der Straße stand. Man verbreiterte den Weg ins Piemont, jenen, der heute zum Nava-Pass hinaufführt, und das Gebäude störte die Arbeiten: Man riss es nieder und baute es daneben wieder auf, mit Geld der Regierung des Königreichs Sardinien. Der Staat nahm die Kirche und der Staat gab sie zurück.
Sehenswertes
Der erste Bau stammte aus der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts, nahe der Siedlung Garsi. Im siebzehnten Jahrhundert bezahlten die Familien des Ortes aus eigener Tasche, um ihn größer zu machen, und genau dieses Gebäude sollte später die Straße hinwegfegen. Beim Wiederaufbau wurde die Front gegenüber vorher gedreht.
Vom Dach erhebt sich ein kleiner Glockengiebel mit einer Kuppel aus Platten heimischen Steins. Drinnen steht auf dem Altar eine Rosenkranzmadonna zwischen den Heiligen Dominikus, Franz von Sales, Fabian und Sebastian, Werk eines Malers von hier, der namenlos blieb, datierbar ins siebzehnte Jahrhundert.
Der Besuch
Das Oratorium liegt in der Via IV Novembre in Chiusavecchia, im Impero-Tal, an der Straße, die von Imperia ins Piemont steigt; es öffnet zu Gottesdiensten und zu besonderen Anlässen. Eine Viertelstunde.
Tipp der Redaktion
Betrachten Sie das Portal: Es stammt aus dem fünfzehnten Jahrhundert, mit Kragarchitrav und Giebelfeld, darüber eine Nische. Es ist das älteste Stück des ganzen Gebäudes, Jahrhunderte älter als die Mauer, in die es eingelassen ist: Als das Oratorium versetzt wurde, nahm man die Tür auseinander und setzte sie wieder ein. Bauten macht man neu, Schwellen nimmt man mit.
