Die Kirche Sant'Ambrogio ist ein katholischer Kultort in Legnano und die Kirche der Stadt mit den ältesten Ursprüngen. Das 1590 errichtete Gebäude beruht auf einer früheren Kirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und wurde 1740 erweitert, als es sein heutiges Aussehen erhielt.
Sehenswertes
Die erste Erwähnung einer Kirche, die in Legnano Sant'Ambrogio geweiht war, steht in einem Dokument von 1389, dem Liber Notitiae Sanctorum Mediolani. Die ursprüngliche Kirche war vielleicht eine einfache, dem heiligen Thomas geweihte Kapelle, 6 Meter breit und 10 lang, mit zwei Schiffen, einem sehr hohen Glockenturm und einer Vorhalle am Eingang; ein Dokument von 1566 führt sie schon als Sant'Ambrogio geweiht. 1590 wurde sie von Grund auf neu errichtet: Gerettet wurden nur die Mauern neben dem Altar und der Glockenturm. 1992 kamen bei der Restaurierung die Fundamente der Apsis der alten Kirche zutage, aus Steinen des Olona gebaut, und eine Tonscherbe, die auf die Mitte des 5. Jahrhunderts n. Chr. zu datieren ist. Sie beherbergte auch die älteste öffentliche Schule von Legnano, vom heiligen Karl Borromäus bei seinem Pastoralbesuch 1570 angeordnet, und wurde 1740 vergrößert, weil der Platz für die wachsende Schülerzahl nicht reichte.
Das einzige Schiff, vor der Erweiterung 15 mal 9 Meter, hat drei Kreuzgewölbejoche und eine tonnengewölbte Apsis; davor liegt eine Vorhalle auf zwei seitlichen Pfeilern und zwei mittleren Säulen, mit Kreuzgewölbe. Wichtig sind die Gemälde von Giambattista und Francesco Lampugnani aus dem 17. Jahrhundert: ein Fresko an der linken Seite mit dem heiligen Ambrosius bei der Rückkehr nach Mailand und eine Leinwand im hinteren Teil mit der Jungfrau mit den heiligen Karl, Franziskus und Magnus, in den Lünetten acht biblische Propheten; vom Gewölbe sind nur einige Putten geblieben. Die neobarocken Ausschmückungen des 20. Jahrhunderts sind bemerkenswert, und die Orgel wurde 1886 von Antonio De Simoni Carrera gebaut, dem letzten Vertreter der örtlichen Firma Carrera.
Der Besuch
Die Kirche liegt in Legnano. Öffnungszeiten oder Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind zu prüfen.
Tipp der Redaktion
Einer Legende nach wurde zusammen mit dem Erzbischof von Mailand Leone da Perego ein Schatz aus goldenen und bronzenen Gegenständen begraben, der bei der Erweiterung im 18. Jahrhundert vergeblich gesucht wurde.
