Die Basilika San Giovanni Battista ist eine der wichtigsten Kirchen von Busto Arsizio, einem der Stadtpatrone geweiht, und eines der bedeutendsten barocken Werke der Provinz Varese. Sie steht auf den Resten einer kleinen langobardischen Kapelle von etwa acht Metern Breite und ist seit 1948 Basilica minor.
Sehenswertes
Der Entwurf stammt von Francesco Maria Richini: Der Grundstein wurde am 26. Mai 1609 gelegt, der erste Gottesdienst fand 1614 bei noch nicht abgeschlossenen Arbeiten am Patronatsfest statt, und die Kuppel wurde 1635 vollendet, sechsundzwanzig Jahre nach Baubeginn. Die Fassade hat eine untere Ordnung aus gekuppelten ionischen Pilastern und einen Portikus mit Bogengiebel; die Türen aus Kupfer und Bronze mit Reliefs zum Leben des Täufers sind von Enrico Astorri (1908). Der obere Teil kam erst zwischen 1699 und 1701 durch Domenico Valmagini hinzu: ein großes ovales Fenster, ein doppelt geschwungener gesprengter Giebel, Statuen der Heiligen Petrus und Paulus und von vier Propheten, und ganz oben die des Täufers. Der quadratische Glockenturm aus Sichtmauerwerk ist der älteste Teil: Er wurde zwischen 1400 und 1418 erbaut, aus Frömmigkeit in einer Zeit der Seuchen, aber auch als Wachturm, zum Teil von der Gemeinde bezahlt.
Das Innere hat drei Schiffe, getrennt durch ionische Pfeiler und Säulen; unter den Bögen hängen große Leinwände mit dem Leben des Täufers, gemalt zwischen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts von unbekannten Künstlern. Zwischen 1757 und 1765 freskierte Biagio Bellotti, ein Künstler aus Busto Arsizio, Kanonikus der Basilika und ihr Organist, den Apsisbereich: die Glorie des heiligen Sabinus am Gewölbe des Presbyteriums, das Paradies in der Apsiskalotte, die Taufe Jesu an der Apsiswand. Es gibt sechs Seitenkapellen; in der Kreuzkapelle hängt der vom heiligen Dominikus angebetete tote Christus, 1623 von Daniele Crespi gemalt, während die Reliquienkapelle hölzerne Reliquiare und eine Madonna mit Kind von Bernardino Lanino birgt.
Der Besuch
Sie liegt in Busto Arsizio, nicht weit von der Kirche San Michele Arcangelo. Daneben steht das Baptisterium San Filippo Neri, von Bellotti entworfen und zwischen 1744 und 1751 erbaut; laut den Quellen finden dort auch Ausstellungen statt. Öffnungszeiten und Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht; sie sind bei der Pfarrei zu erfragen.
Tipp der Redaktion
An der rechten Flanke, von der Via Milano aus gesehen, fällt das «mortorio» auf: ein kleiner Tempel, zwischen 1689 und 1692 erbaut, um die Vorübergehenden an das Geheimnis des Todes zu erinnern, mit noch ausgestellten Schädeln. Die Malereien, die seine Außenseite schmückten, mit den Lebensaltern, wurden abgenommen und in die Kirche San Gregorio Magno in Camposanto gebracht.
