Die Porta Gemina, auch Porta Romana oder Porta Binata genannt, ist eines der ältesten und wichtigsten Tore von Ascoli Piceno. Sie ist ein römischer Bau des 1. Jahrhunderts v. Chr. aus großen, ohne Mörtel gefügten Steinquadern. Hier trat die Via Salaria in die Stadt ein, zwischen dem Hang des Colle dell'Annunziata, an dem die Reste des römischen Theaters liegen, und dem Fluss Tronto.
Sehenswertes
Das Tor hat zwei Durchgänge auf drei massiven, quadratischen Travertinpfeilern; es ist fast sieben Meter hoch und fast neuneinhalb Meter breit, die beiden Bögen sind knapp sechs Meter hoch. Ein Gesims verbindet die Bögen und läuft über die seitlichen Pfeiler weiter. In beiden Bögen sieht man noch die Rillen, in denen die Fallgitter liefen. Es wurde über einem älteren, picenischen Tor errichtet, das Gnaeus Pompeius Strabo zerstörte und das bei Grabungen im 20. Jahrhundert wiedergefunden wurde.
Nach den Zerstörungen durch das Heer Friedrichs II. wurde vor die römischen Bögen eine zweite Reihe mittelalterlicher Bögen gesetzt. Im Mittelalter war das Tor in die Stadtbefestigung einbezogen, und man benutzte nur einen Bogen, weil der andere von einer kleinen Kirche zwischen der römischen und der mittelalterlichen Mauer belegt war; 1800 wurde es wieder ganz geöffnet. Neben dem Tor erhebt sich ein runder Zinnenturm aus dem 13. Jahrhundert.
Der Besuch
Das Tor ist frei zu sehen und zu durchqueren.
Tipp der Redaktion
Neben dem Tor liegen am Hang des Colle dell'Annunziata die Reste des römischen Theaters: Es lohnt sich, sie in den Besuch einzubeziehen.


