Santa Maria Assunta, auch Santa Maria Assunta e San Vitale genannt, ist die Pfarrkirche von Busca. Die ursprüngliche Kirche war gotisch und im vierzehnten Jahrhundert zugleich mit dem Glockenturm entstanden. Zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts kam der Gedanke an einen Neubau auf, doch der erste Anlauf versandete; 1717 lebte das Interesse wieder auf, als der Gemeinderat einen größeren Bau für nötig erklärte und den Entwurf dem Architekten Francesco Gallo aus Mondovì übertrug.
Sehenswertes
Die Arbeiten begannen im Juli, die offizielle Grundsteinlegung folgte im Oktober, und 1728 war die Kirche fertig; am 4. Juni 1729 segnete sie der Pfarrer don Giuseppe Francesco Celebrino und gab sie dem Gottesdienst frei, wenige Tage später weihte sie Bischof Cristoforo Barattà. Die Fassade besteht aus Sichtziegel und ist in zwei Ordnungen geteilt, die Pilaster und Halbsäulen gliedern; über dem unvollendet gebliebenen Portal öffnet sich ein Fenster mit geschwungenem Giebel.
Der Besuch
Der Grundriss ist ein griechisches Kreuz. Der Raum hat Tonnengewölbe und dort, wo Schiff und Querhaus sich kreuzen, ein flaches Rundgewölbe; am Ende das um drei Stufen erhöhte Presbyterium mit Kuppel und halbrunder Apsis, von einer Kalotte überdeckt und mit Fresken geschmückt. Gallo ist derselbe Architekt wie bei der Kuppel des Heiligtums von Vicoforte, und in Busca hinterließ er auch die Kirche der Santissima Annunziata, die man hier La Bianca nennt.
Tipp der Redaktion
Ein Detail zeigt, wie man damals baute: 1731 bemerkte man, dass der vom Schiffdach auf die Dächer der Seitenkapellen fallende Schnee diese beschädigte, und wollte sie erneuern. Francesco Gallo selbst stoppte das Vorhaben, und die Sache wurde gelöst, indem man die Neigung des Schiffdachs verringerte. Das Erdbeben von 1808 dagegen beschädigte die Apsis, die eilig abgestützt werden musste.
