⛪ Kirchen und Heiligtümer

santuario di Valmala

📍 Busca, Piemont · 47/100

Das Heiligtum liegt auf 1380 Metern, im gleichnamigen Tal, das heute zu Busca gehört, und ist das bedeutendste der Diözese Saluzzo. Es geht auf einen genauen Vorgang zurück: Zwischen dem 5. August und dem 20. September 1834 erzählten auf der Hochfläche Pian del Chiotto vier Hirtenmädchen, sie hätten die Madonna gesehen. Es waren Maria Pittavino, Maria Margherita Pittavino und Maria Chiotti, zwölf Jahre alt, sowie Maria Boschero, zehn Jahre alt.

Sehenswertes

In ihrer Schilderung war die Gestalt eine junge Frau von feierlichem Aussehen, in einem langen, in der Taille gegürteten Gewand und mit einem langen blauen Schleier auf dem Kopf. Der Titel Madonna della Misericordia geht auf ein Wiedererkennen zurück: Im selben Jahr wurde auf dem Markt des nahen Venasca ein kleines Bild der Madonna della Misericordia von Savona verkauft, und die Mädchen erkannten darin die Frau, die sie gesehen hatten.

Der Besuch

Man erreicht es, indem man ins Tal hinaufsteigt, und die Höhe macht sich bemerkbar: Das ist ein Bergheiligtum, keine Dorfkirche, und die Fahrzeit will einkalkuliert sein. Wer im Winter fährt, prüfe vorher den Zustand der Auffahrt.

Tipp der Redaktion

Es lohnt zu wissen, wo dieser Ort in der Geschichte der Marienerscheinungen steht: Chronologisch gelten die Erscheinungen von Valmala als die ersten in Europa im neunzehnten Jahrhundert, vor den bekannteren von La Salette und Lourdes. Deshalb hat ein Heiligtum in einem Seitental des Cuneesischen ein Gewicht, das seine Größe nicht vermuten ließe.

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