Die Kirche der Madonna della Stella verdankt ihren Namen den Pilgern: Der Ort, vielleicht schon zu Beginn des 10. Jahrhunderts der Marienverehrung gewidmet, wurde als Abzweig des Weges nach Santiago wieder aufgenommen und erlaubte denen, die aus der Lombardei kamen, Turin zu umgehen und gleich ins Susatal einzubiegen.
Sehenswertes
Das Presbyterium stammt vom Beginn des 15. Jahrhunderts, der Rest wurde 1474 vollendet, und die Malereien gaben die Provana in Auftrag, die Herren von Collegno. Auf den Gewölbekappen sind Szenen des Marientods gemalt; andere Fresken gehören zur Schule des Giacomo Jaquerio, desselben Malers, den man in der nahen Pieve San Pietro wiederfindet.
Der Besuch
Die Kirche steht in der Straße, die ihren Namen trägt, und wird zusammen mit den beiden anderen von Pianezza besichtigt, die alle nah beieinanderliegen. Sie ist klein, und worauf es ankommt, ist der Blick nach oben in die Gewölbe.
Tipp der Redaktion
Am 12. September 1714 legte die Gemeinde der Madonna della Stella ein Gelübde ab, weil sie von einer Epidemie befreit worden war, vielleicht einer Grippe. Seither ist sie die Patronin von Pianezza, und das Fest fällt auf diesen Tag: Das Datum im Kalender des Ortes stammt aus jenem Gelübde.
