© Abbrey82 · CC BY-SA 4.0von BigItalia bearbeitet · Entfernung anfordern
🖼️ Museen

Pinacoteca dell’Accademia Albertina di belle arti

📍 Torino, Piemont · 55/100

Die Gemäldegalerie der Albertina-Akademie wurde 1837 von Carlo Alberto zu einem praktischen Zweck gegründet: den Schülern der Kunstschule echte Vorbilder zum Studium zu geben. Sie entstand nicht als Museum für das Publikum, sondern als Lehrmittel, und diese Herkunft spürt man noch daran, wie die Werke gesammelt und zusammengestellt sind.

Sehenswertes

Das Hauptstück sind sechzig Kartons von Gaudenzio Ferrari und seiner Werkstatt, vom König geschenkt. Kartons waren Zeichnungen in Originalgröße, mit denen man die Komposition auf die Wand übertrug: Werkzeuge der Baustelle, die man gewöhnlich verbrauchte und wegwarf. Sechzig von einem Maler des sechzehnten Jahrhunderts zu besitzen ist ein sehr seltenes Glück.

Der Rest stammt vor allem aus dem Vermächtnis eines Erzbischofs, mit Bildern vom fünfzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert: Filippo Lippi, die Piemontesen Defendente Ferrari und Spanzotti, Caravaggisten, Flamen, Genuesen und Venezianer. Dazu ein männlicher Akt aus dem Atelier von Jacques-Louis David und die Sammlung, die die Witwe eines Landschaftsmalers hinterließ.

Der Besuch

Die Galerie liegt in der Via Accademia Albertina, zehn Minuten von der Piazza Castello, im klassizistischen Bau der Akademie; günstige Karte, ein Ruhetag und knappe Zeiten. Eine Stunde.

Tipp der Redaktion

Gehen Sie zu den Kartons und betrachten Sie die Löcher entlang der Linien: Sie dienten dazu, Kohlestaub auf die Wand zu stäuben und die Zeichnung zu übertragen. Es sind keine Werke zum Aufhängen, es sind Arbeitsgeräte, und sie wie Gemälde bewahrt zu sehen macht begreiflich, wie selten das Handwerk eines Malers, nicht nur sein Ergebnis, bis zu uns gelangt.

Vor Ort: Touren, Tickets und Erlebnisse

Pinacoteca dell’Accademia Albertina di belle arti

Buchbar auf GetYourGuide

Ebenfalls in Torino

Alle 45 Orte in Torino →

Museen, Theater und Sammlungen · Torino

Museo Egizio

1824 aus der Sammlung Drovetti entstanden: 40.000 Objekte und das unversehrte Grab des Cha.

📍 400 m

Castello del Valentino

Das französische Schloss der Madama Cristina am Po, heute Architekturfakultät: das Tierkreiszimmer.

📍 1,5 km

Galleria Sabauda

Die Gemälde der Savoyer in den Musei Reali: van Eyck, Memling, Rembrandt und Van Dycks Königskinder.

📍 800 m

Teatro Regio

Mollinos roter Saal hinter Alfieris Fassade: das Opernhaus, in dem La Bohème geboren wurde.

📍 400 m

Museo d’Arte Orientale

Asien in einem Palast des Quadrilatero: griechische Buddhas aus Gandhara, Thangkas und osmanische Samte.

📍 1,1 km