Maracalagonis

Provinz: Cagliari · Region: Sardinien · Einwohner: 7.523 · PLZ: 09069

Mara ist auf Sardisch der Brackwassersumpf. Calagonis dagegen war das Nachbardorf, das sich irgendwann leerte: seine Bewohner zogen nach Mara, und seit 1416 heißt der Ort Mara de Calagonis, trägt also den Namen eines Ortes an sich kleben, den es nicht mehr gibt. Auch die Nuraghen des Gebiets sind fast alle zerstört, eine nach der anderen ausgeplündert, und nur Spuren blieben; und doch sind ihre Namen — Sa Dom'e s'Orcu, Cuill'e Lepiri, Monti Nieddu — die Punkte geblieben, an denen sich die Leute hier noch orientieren.

Bei Carroi wurden neben den Resten eines punischen Tempels zwei Sandsteinstatuen des Gottes Bes gefunden, des Zwerges, der Häuser und Geburten schützte; sie stehen heute im Nationalen Archäologischen Museum von Cagliari. Die örtliche Überlieferung will dagegen, dass in Calagonis der heilige Stephan geboren wurde, den man mit einem großen Nagel im Kopf zu Tode brachte: in der ihm geweihten Pfarrkirche wird der Schädel mit dem Nagel in einem Schrein bewahrt, die übrigen Knochen im Standbild unter dem Hochaltar. Im Wappen steht der Turm von Su Fenugu, um 1578 erbaut, um das Meer zu bewachen.

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