Villa Verde heißt erst seit 1954 so. Vorher war es Bànnari, dann, ab 1868, Bànnari d'Usellus; auf Sardisch bleibt es Bàini. Auch die Gemeinde ist gegangen und wiedergekommen: im neunzehnten Jahrhundert eingerichtet, 1927 aufgelöst und mit Usellus vereinigt, zusammen mit Albagiara und Escovedu, und 1947 wieder eigenständig. Sie liegt an der Nordostflanke des Monte Arci, jenes Vulkanmassivs, aus dem der Obsidian stammt: Im Gebiet finden sich seit dem Neolithikum Abschläge und bearbeitete Geräte in Menge, und drei Obsidian-Lanzenspitzen sind ins Gemeindewappen gelangt.
Nuraghen gibt es hier an die zwanzig, und der bemerkenswerteste ist die Anlage von Brunk'e s'Omu, mit Turm und Dorf mitten im Wald von Mitza Margiani. Von den Römern sind ein Straßenstück, das durch den Wald läuft, und ein Schachtofen zum Brennen von Keramik geblieben. Der Rest ist Wasser und Holz: reiche Quellen — Mitza Margiani, Santu Mauru, Gergui — und weiter oben Stein- und Korkeichen, während tiefer die Weiden und Äcker beginnen. Im Wappen stehen neben den Obsidianspitzen ein Bussard und sieben Weizenähren.
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