Als 1259 das Judikat Torres fiel, ging dieses Gebiet der Anglona an die Doria, die hier eine Burg errichteten: ursprünglich einen viereckigen Turm mit Ringmauer und, darin, ein Gebäude für die Mannschaften. Im Jahr 1348 vertrieb sie das aragonesische Heer unter Rambaldo di Corbera; zwei Jahre später jedoch bestätigte der König von Aragon den Ort samt den übrigen Zentren der Anglona eben jenen Doria. Im Jahr 1357 nahm ihn Brancaleone Doria in Besitz, der Gemahl der Eleonora d'Arborea, und Chiaramonti kam so zum Judikat Arborea; an die Aragonesen fiel es endgültig 1448, nach der Niederlage des Nicolò Doria. Von der Burg bleibt heute nur der Umriss des Turms: alles Übrige wurde in aragonesischer Zeit in eine Kirche verwandelt. Das 1973 verliehene Gemeindewappen hält gleichwohl daran fest — eine rote gezinnte Burg über zwei gekreuzten silbernen Schwertern mit den Spitzen nach oben.
Was am meisten beeindruckt, ist jedoch die Zahl. Im Gemeindegebiet sind über hundert Nuraghen erfasst worden, und das sind nur die erfassten; dazu kommen die nuraghische Festung von punta 'e S'Arroccu, eine megalithische Mauer der Monte-Claro-Kultur, eine weitere Mauer derselben Art bei Punta Corrales, die Nekropole von Su Murrone und die domus de janas von Peruchi. Der Ort steht also auf einer Landschaft, die Jahrtausende vor ihm gebaut wurde. Im achtzehnten Jahrhundert wurde er dem Fürstentum Anglona einverleibt, das den Pimentel verliehen war und dann an die Tellez-Giron überging, denen er mit der Abschaffung der Lehen abgekauft wurde. Das überlieferte Handwerk ist die Weberei, doch hier sind die Webstühle waagrecht, und die Teppiche erkennt man an der Farbenvielfalt und den geometrischen Themen; die Sprache ist das nördliche logudoresische Sardisch.
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Außerhalb von Chiaramonti, aber als Ausflug gut erreichbar.