🏰 Burgen und Schlösser

Castellaccio

📍 Messina, Sizilien · 52/100

Das Forte Castellaccio entstand um die Mitte des 16. Jahrhunderts auf Befehl von Kaiser Karl V. von Habsburg und liegt auf einem Hügel zwischen den Ortsteilen Gravitelli und Montepiselli in Messina. Entworfen hat die Anlage der Militärarchitekt Antonio Ferramolino, gestorben 1550; ausgeführt wurde sie unter Juan de Vega, dem Vizekönig von Sizilien, im Rahmen des Plans zur Verstärkung der Verteidigung an der Meerenge.

Sehenswertes

Der ursprüngliche Kern des Forts hat einen viereckigen Grundriss, dem im Laufe der Zeit mehrere jüngere Bauteile hinzugefügt wurden, die heute allesamt verfallen und sich selbst überlassen sind. Die Festung steht nur ein kurzes Stück vom Forte Gonzaga entfernt, einem weiteren Verteidigungswerk des 16. Jahrhunderts, das ebenfalls Antonio Ferramolino für den Vizekönig Juan de Vega entwarf. Schwer beschädigt vom verheerenden Erdbeben von Messina 1908, bewahrt das Castellaccio noch immer die Baukörper aus dem 16. Jahrhundert und die in den folgenden Jahrhunderten angefügten Trakte.

Der Besuch

Nach den Schäden des Bebens von 1908 wurde der Komplex in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts teilweise als Ferienkolonie für Kinder genutzt. Danach verfiel er, und trotz mehrerer Anläufe zur Restaurierung liegt er bis heute in Trümmern. In der Volkskultur Messinas ranken sich Erzählungen über angebliche Erscheinungen um das Fort, vor allem über die Geister der Waisenkinder aus der Kolonie und das Gespenst einer Nonne.

Tipp der Redaktion

Nimm die Außenseite des Forts in eine Route zur Militärarchitektur von Messina auf und verbinde sie mit dem nahen, gut erhaltenen Forte Gonzaga: So verstehst du das Verteidigungssystem, das Ferramolino ersonnen hat.

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