🏰 Burgen und Schlösser

Forte Gonzaga

📍 Messina, Sizilien · 58/100

Im Jahr 1535 kam Karl der Fünfte durch Messina und fand die Stadt schlecht verteidigt. Wenige Jahre später, um 1540, ließ der Vizekönig von Sizilien dieses Fort auf dem Hügel über dem Hafen bauen, im Rahmen eines Plans für ein Befestigungssystem der ganzen Stadt. Der Entwurf stammt von einem Militäringenieur aus Bergamo, der für die Spanier arbeitete.

Sehenswertes

Das Fort hat einen polygonalen Grundriss mit Eckbastionen und geneigten Mauern, nach der von der Artillerie erzwungenen Bauweise: keine hohen Türme, alles niedrig und dick. Innen sind die Wehrgänge, die Geschützstände und die Räume der Besatzung geblieben, und von den Wällen überblickt man die ganze Meerenge, mit Kalabrien gegenüber.

Die Lage erklärt alles: Messina beherrschte den Durchgang zwischen Tyrrhenischem und Ionischem Meer, und wer den Hügel hielt, hielt den Hafen. Das Verteidigungssystem, zu dem dieses Fort gehörte, ist großenteils verschwunden, von Erdbeben und vom Wachsen der Stadt getilgt, und was bleibt, liest sich als Fragment.

Der Besuch

Das Fort liegt auf dem Hügel über der Stadt, mit dem Auto über die Panoramastraße erreichbar, zwanzig Minuten vom Zentrum; die Öffnung hängt an Veranstaltungen und Führungen, prüfen Sie also vorher. Eine Stunde.

Tipp der Redaktion

Steigen Sie gegen Sonnenuntergang hinauf und stellen Sie sich auf die Ostseite: Man sieht die Meerenge schmal wie einen Fluss, die Schiffe, die in Reihe ziehen, und die kalabrische Küste wenige Kilometer entfernt. Von hier oben begreift man, warum zweitausend Jahre lang jeder, der Sizilien beherrschen wollte, zuerst Messina nehmen musste.

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