Dambel liegt im Nonstal, an der Straße zwischen Sanzeno und Sarnonico, und sein Name sagt, was der Ort immer war: Er kommt vom lateinischen ambulum, Durchgangsort, oder vom keltischen amb, Wasser. Hier verlief nämlich die alte Handelsstraße zwischen der Lombardei und Deutschland, die den Novella-Bach an der Brücke von Pozzena überquerte — und eben diese Brücke ist ins Gemeindewappen gelangt, zur Erinnerung an die Kreuzung. Der Ort erscheint erstmals als Amble in einer Urkunde von 1174 des Klosters San Michele all'Adige.
In der Pfarrkirche, oben auf dem Hügel über dem Ort, steht etwas Seltenes: ein Flügelaltar aus bemaltem Holz mit der Jahreszahl 1520. Solche Altäre blieben die ganze Woche geschlossen und wurden nur an den Hochfesten geöffnet, und im Nonstal gab es sie überall, bis sie im achtzehnten Jahrhundert durch Marmoraltäre ersetzt wurden; der von Dambel ist der einzige vollständig erhaltene. Geöffnet zeigt er die thronende Madonna, die dem Kind eine Weintraube reicht, dazu den heiligen Vigilius und den heiligen Nikolaus; geschlossen sind die Flügel mit Szenen aus dem Marienleben bemalt. Die Wirtschaft lebt vom Apfel, und eine Statistik von 2025 stellte Dambel unter die ärmsten Gemeinden Italiens: Die Zahl zählt aber nur Einkommen aus unselbständiger Arbeit und sagt über ein Dorf von Obstbauern wenig aus.
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Außerhalb von Dambel, aber als Ausflug gut erreichbar.
