Das Museum sitzt in jenem Palast, der die Residenz der Fürstbischöfe von Trient war, ehe sie ins Buonconsiglio zogen, und der später Sitz des Gerichts und des Prätors wurde. Gegründet wurde es 1903, um die Werke der Kirchen des Landes zu retten und die Seminaristen zu unterrichten; der Erste Weltkrieg nahm ihm den Sitz, als Militärlazarett beschlagnahmt, und die Sammlungen landeten zerstreut in Depots.
Sehenswertes
Die Säle zeigen Kunst vom elften bis zum neunzehnten Jahrhundert, aus den Pfarreien der Täler hierher gebracht: Holzskulptur, Goldschmiedearbeiten, gemalte Tafeln, Paramente. Die berühmtesten Stücke sind die flämischen Wandteppiche, die während des Konzils im Dom hingen, und die Tafeln mit den Sitzungen, die einzigen unmittelbaren Bilder jener Versammlung.
Erst 1963, zur vierten Jahrhundertfeier des Konzils, wurde der Palast zum Haus des Museums, und die Fassade ist die romanische, wiedergewonnen durch Abtragen des Umbaus aus dem siebzehnten Jahrhundert. Vom Rundgang steigt man auch in den archäologischen Bereich der Porta Veronensis hinab, des römischen Stadttors, das unter dem Platz liegt.
Der Besuch
Das Museum liegt an der Piazza Duomo, neben der Kathedrale, im genauen Zentrum von Trient; Eintrittskarte, kombinierbar mit der frühchristlichen Basilika unter dem Dom, Ruhetag prüfen. Anderthalb Stunden.
Tipp der Redaktion
Suchen Sie den Gang, der vom Museum auf den Dom hinausgeht: Man blickt aus einer Höhe in die Kathedrale hinab, die kein Gläubiger je erreicht, und sieht die Schiffe so, wie sie jene sehen, die auf den Dächern arbeiten. Das allein lohnt die Karte, und es dauert eine Minute.
