Die Burg steht auf einem Hügel in achthundert Metern Höhe, auf der Wasserscheide zwischen zwei Flüssen, mitten in einem Eichenwald. Die Normannen bauten sie, und Friedrich der Zweite richtete sie her, der zur Jagd nach Basilikata kam; später hielt sich sein Sohn Manfred hier auf, und nach der Niederlage der Staufer ging die Burg an die Anjou, die sie als Sommersitz nutzten.
Sehenswertes
Der Grundriss ist rechteckig, mit großem Hof, Turm und Räumen auf zwei Geschossen; die Mauern sind aus Quadern, und die Außenseiten tragen keinen Schmuck, denn das Gute liegt innen. Im Hof und an den Konsolen sitzen geschnittene Köpfe, darunter ein bärtiger, den die Volksüberlieferung Barbarossa nennt und den die Forschung nicht sicher bestimmen kann.
Im Jahr 1266, nach der Schlacht, in der Manfred fiel, wurde seine Frau Helena als Gefangene hierhergebracht und blieb etwa ein Jahr, ehe man sie anderswohin brachte, wo sie starb. Es ist eine Geschichte, die man auf der Burg noch erzählt, und sie gibt diesen leeren Räumen ein anderes Gewicht.
Der Besuch
Die Burg liegt im Ortsteil Lagopesole, Gemeinde Avigliano, eine halbe Autostunde von Potenza; Eintritt gegen Gebühr, mit einem Ruhetag und saisonalen Zeiten. Eine Stunde.
Tipp der Redaktion
Steigen Sie auf den Turm und sehen Sie sich um: Von hier blickt man auf die Wälder und Hügel des inneren Basilikata, ohne Dörfer und ohne große Straßen, und begreift, was Friedrich der Zweite suchte, wenn er hierher kam. Es war keine Grenzfestung, es war ein Ort, um fern von allen zu sein, und das ist er geblieben.
