Die zwei Rundtürme, die die Piazza Castello abschließen, sind neben den Bronzen von Riace das Wahrzeichen von Reggio. Der Hügel, auf dem sie stehen, war schon die Ecke der griechischen Mauern; dann befahl Belisar, der die Stadt wehrlos vorfand, ihre Erneuerung: Eine wirkliche Burg ist ab dem Jahr 536 bezeugt, und seither hat der Hügel nie aufgehört, Festung zu sein.
Sehenswertes
Was man heute sieht, ist der aragonesische Umbau, mit den beiden zylindrischen Türmen und dem Mauerstück, das sie verbindet: niedrige, breite Türme, errichtet, als die Artillerie den Mauerbau bereits verändert hatte. Drinnen dienen die wiedergewonnenen Räume Ausstellungen und Veranstaltungen, und von oben überblickt man die Stadt und die Meerenge.
Von der älteren Burg blieb wenig. Der für Friedrich II. errichtete Teil, quadratisch im Grundriss mit vier quadratischen Ecktürmen, stand bis nach dem Erdbeben von 1908 und verschwand dann bei den Abbrüchen. Seit 1956 beherbergt die Anlage auch eine geophysikalische Station: In der Stadt, die das Beben niederlegte, misst die Burg die Erdstöße.
Der Besuch
Die Burg liegt an der Piazza Castello, oberhalb der Uferstraße, zehn Minuten zu Fuß vom Museum der Bronzen; Eintritt und Zeiten hängen von den laufenden Ausstellungen ab, man prüft das besser vor dem Aufstieg. Eine halbe Stunde.
Tipp der Redaktion
Denken Sie daran, dass fast alles um Sie herum in Reggio nach dem Erdbeben gebaut wurde: Straßen, Häuser, Kirchen. Die Burg ist eines der ganz wenigen Dinge, die vorher da waren, und aus demselben Grund verstümmelt. Diesen Stein zu berühren ist der einzige unmittelbare Kontakt mit der alten Stadt, der geblieben ist.
