Fontana di Bellerofonte
Barockbrunnen von Cosimo Fanzago in Avellino, Brunnen der drei Cannuóli: Wasser des Partenio aus drei Mündungen.
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Barockbrunnen von Cosimo Fanzago in Avellino, Brunnen der drei Cannuóli: Wasser des Partenio aus drei Mündungen.
Die Kathedrale Santa Maria Assunta steht auf dem Hügel della Terra in der Altstadt von Avellino und ist der Dom der Stadt und die Kathedralkirche der Diözese. Sie ist der in den Himmel aufgenommenen Maria geweiht, doch werden dort auch die heiligen Modestinus, Florentinus und Flavianus gefeiert, die Schutzpatrone der Stadt und der Diözese.
Der Dom wurde auf Wunsch von Bischof Roberto Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut: Die Arbeiten begannen 1132 und endeten 1166. Er behielt sein romanisches Aussehen bis Ende des 17. Jahrhunderts, wurde dann im 18. Jahrhundert barock umgestaltet, als die Kassettendecken und die Gemälde von Michele Ricciardi entstanden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ließ Bischof Francesco Gallo ihn im neoklassizistischen Stil umbauen und erweitern: Die Fassade, zwischen 1857 und 1868, stammt vom Architekten Pasquale Cardola, der Innenraum, zwischen 1880 und 1889, von Vincenzo Varriale. Nach den Schäden der Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs und des Erdbebens vom November 1980 wurde die letzte Restaurierung 1985 abgeschlossen. Die Fassade besteht aus weißem und grauem Marmor, Alabaster und Basalt; die drei Portale sind aus von Hand ziseliertem Bronze, das Werk des Bildhauers Giovanni Sica aus Avellino, und das mittlere erzählt Szenen aus der religiösen und bürgerlichen Geschichte der Stadt und der Diözese. In den Nischen zu beiden Seiten stehen die Statuen des heiligen Modestinus, des Stadtpatrons, und des heiligen Wilhelm von Vercelli, des Gründers des Klosters Montevergine. Der älteste Teil des Glockenturms besteht aus Steinen und Marmor römischer Gebäude des ersten Jahrhunderts v. Chr.
Der Innenraum, kreuzförmig und dreischiffig, hat zehn Kapellen entlang der Seitenschiffe. In der Mitte der Kassettendecke des Mittelschiffs hängt das große Gemälde von Michele Ricciardi mit der Aufnahme Mariens in den Himmel (1702-1705); in den kleinen Kuppeln sind Episoden aus dem Leben Marias von Achille Iovine gemalt, von Ovidio De Martino wegen der Feuchtigkeit neu geschaffen. Zu den Kapellen zählen die der Magier, mit der Anbetung der Könige von Pietro Torres vom Ende des 16. Jahrhunderts; die der Kreuzigung, mit dem Reliquiar des Heiligen Dorns, den nach den Quellen Karl I. von Anjou stiftete; die der Assunta, mit dem Olivenholz-Bildnis von Nicolò Fumo, geschnitzt und dann in Öl gegart; und die des heiligen Modestinus, mit den Reliquien der Patrone und der silbernen Büste des Heiligen, der wichtigsten im Dom. In der Apsis steht ein hölzernes Chorgestühl des 16. Jahrhunderts mit Episoden der Passion. Unter dem Querhaus liegt die romanische Krypta, der älteste Teil, dreischiffig mit Säulen aus weißem Stein und Kapitellen frühchristlicher Gebäude: Nach Ansicht einiger Historiker war sie ursprünglich die Kathedrale der langobardischen Civitas.
Die Kathedrale liegt an der Piazza Duomo in der Altstadt. Die Quellen nennen unter den Feiern den 14. Februar, das Fest der Stadtpatrone, den Karfreitag, mit der Prozession der Schmerzensmutter nach dem Kuss der Reliquie des Heiligen Dorns, den 26. Juli, mit dem Heben des Tüchleins der Assunta, das den Avellineser Ferragosto eröffnet, und den 15. August, mit der Prozession der Holzstatue. Öffnungszeiten sind zu prüfen.
Auf der rechten Seite des Doms sieht man die archäologischen Grabungen der antiken Gebäude, die nach dem Erdbeben vom 23. November 1980 einstürzten, an der Stelle, wo das alte Seminar stand. Der Platz davor wurde um 1788 auf Wunsch von Bischof Martinez neu gestaltet, zusammen mit den Stufen zur Kathedrale, heute im Spätbarock.
Kirche und Kloster des Allerheiligsten Rosenkranzes liegen in Avellino und blicken auf den Corso Vittorio Emanuele II. Die Kirche, der Rosenkranzmadonna geweiht, wird von den Dominikanern geleitet, die im angrenzenden Kloster wohnen.
Die Kirche wurde 1942 nach einem Entwurf des Architekten Domenicantonio Mazzei erbaut. Die Quellen erwähnen auch die alte Kirche der Annunziata aus dem 16. Jahrhundert, die an der Piazza della Libertà stand. Das Gebäude ist neugotisch, dreischiffig, mit einem einzigen zentralen, leicht abgeschrägten Portal am Ende einer niedrigen Treppe; in der Lünette ist ein Mosaik auf Goldgrund mit der Rosenkranzmadonna.
Im Inneren spielen die Glasfenster eine zentrale Rolle: In den Seitenschiffen zeigen mehrere runde Fenster die Geheimnisse des Rosenkranzes, zu beiden Seiten des Eingangs gibt es zwei mit einer Pietà und mit der Taufe Christi im Jordan, die zentrale Rosette ist ein Glasfenster mit der Verkündigung, und in der tiefen Apsis zeigen vier Glasrondelle die vier Evangelisten. Die Werke und Fenster wurden restauriert. 2023 erhob Monsignore Arturo Aiello die Kirche zum Diözesan-Marienheiligtum.
Die Kirche liegt in Avellino am Corso Vittorio Emanuele II. Die herangezogenen Quellen nennen weder Öffnungszeiten noch Besuchsmodalitäten: Sie sind bei den Dominikanern zu erfragen.
Nach den Quellen ist im August der Start des Giro ciclistico Città di Avellino, der 2015 seine sechzigste Ausgabe erreichte, seit 2016 vor dieser Kirche angesetzt, als die historische Strecke wiederhergestellt wurde: Das Rennen führt dann über die Piazza della Libertà, die Via Francesco De Sanctis, den Corso Europa, die Via Guido Dorso und den Viale Italia.
Das Museo Irpino ist die wichtigste Museumsinstitution von Avellino. Es gehört der Provinz Avellino, gliedert sich in mehrere thematische Abteilungen und ist teils im Palazzo della Cultura am Corso Europa, teils im Denkmalkomplex des ehemaligen bourbonischen Gefängnisses untergebracht.
Im Palazzo della Cultura befindet sich die archäologische Abteilung. Sie ging aus der Privatsammlung Zigarelli hervor, die 1889 der Gemeinde Avellino geschenkt wurde, und wuchs mit der Zeit durch Schenkungen und Ankäufe und vor allem durch die Grabungskampagnen der Denkmalbehörden im Gebiet der Irpinia. Nach dem Zweiten Weltkrieg an die Provinz übergegangen, wurde sie 1965 im Erdgeschoss des Palazzo Provinciale della Cultura untergebracht, der auf einen Entwurf des Architekten Francesco Fariello von 1951 zurückgeht. Sie zeigt bedeutende Funde aus der Provinz Avellino, darunter die kostbare Sammlung zum Kult der Göttin Mefitis.
Im ehemaligen bourbonischen Gefängnis befinden sich die Pinacoteca Provinciale Irpina, das Museo Irpino del Risorgimento und das Lapidarium der Provinz. Die Gemäldegalerie zeigt Gemälde und Keramik, großteils von örtlichen Künstlern; bemerkenswert ist die Abteilung neapolitanischer Gemälde des 19. Jahrhunderts mit Domenico Morelli, Vincenzo Caprile und Federico Maldarelli, unter den irpinischen Malern werden Vincenzo und Angelo Volpe, Alfonso Grassi und Michele Lenzi genannt. Das Museo Irpino del Risorgimento, 2011 zum einhundertfünfzigsten Jahrestag der italienischen Einigung wiedereröffnet, zeigt Stücke des 19. Jahrhunderts in chronologischer Ordnung von 1799, dem Jahr der Geburt der Neapolitanischen Republik, bis 1861, der Ausrufung des Königreichs Italien, sowie eine Ausstellung wissenschaftlicher Instrumente des 19. Jahrhunderts.
Die beiden Standorte sind der Palazzo della Cultura am Corso Europa und das ehemalige bourbonische Gefängnis. Die herangezogenen Quellen nennen weder Öffnungszeiten noch Eintrittspreise und sagen auch nicht, welche Abteilungen heute geöffnet sind: Sie sind bei der Provinz Avellino zu erfragen.
Das Museo Irpino ist nicht mit zwei anderen Museen der Stadt zu verwechseln: dem Museo d'Arte, 1995 vom Kurator Basilio Orga gegründet, mit Werken vom 17. bis zum 20. Jahrhundert unter anderem von Carlo Carrà, Giorgio de Chirico und Renato Guttuso, und dem Museo Civico im Komplex der Villa Amendola, mit Gemälden der Maler Cesare Uva und Giovanni Battista aus Avellino.
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Nächster Termin: Die Heiligen Modestinus, Florentinus und Flavianus, Patrone in einem Dom mit langobardischer Krypta, Sonntag, 14. Februar
Nächster Flughafen: Napoli Capodichino, 42 km entfernt
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