San Bartolomeo in Galdo

Provinz: Benevento · Region: Kampanien · Einwohner: 5.090 · PLZ: 82028

Dieser Ort entstand durch Beschluss. Nachdem 1255 päpstliche Truppen die Sarazenen von Lucera besiegt hatten, wurde das Gebiet der Benediktinerabtei Santa Maria di Gualdo Mazzocca übergeben; und 1326 beschloss der Abt Nicola da Ferrazzano, hier einen Ort zu gründen, und erbat dafür die Zustimmung des Königs von Neapel, Robert von Anjou. Die Arbeiten begannen im Jahr darauf. Der Name kommt vom Apostel Bartholomäus, dessen Kult der langobardische Fürst Sicardo verbreitet hatte, der 838 die Reliquien des Heiligen nach Benevent gebracht hatte, den Sarazenen von Lipari entrissen; Galdo dagegen ist schlicht das mittellateinische Wort für Wald. In der Mutterkirche stehen noch zwei Portale des fünfzehnten Jahrhunderts, die aus eben jener Abtei stammen, die den Ort gegründet hatte.

San Bartolomeo ist eine von nur vier kampanischen Gemeinden, deren Gebiet an zwei andere Regionen grenzt, hier an Apulien und Molise, und es blickt auf den Fortore hinab, jenen Fluss, den Plinius der Ältere Fertor, flumen portuosum nennt und der wenige Kilometer weiter oben aus dem Zusammenfluss von vier Bächen entsteht. Im Wald von Montauro gibt es Wildschweine, Füchse, Siebenschläfer und fünf Apenninwölfe. Seine Menschen dagegen wurden mehr als einmal gezählt und verloren: Nach 1497 wuchs der Ort durch die Aufnahme der Überlebenden dreier Dörfer, die in den Kriegen gegen Karl VIII. zerstört worden waren, doch zwischen 1595 und der Pest von 1656 sanken die Haushalte von fünfhundertsiebenundsechzig auf zweihundertvierundsiebzig, und nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Auswanderung rund die Hälfte der Einwohner fort.

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