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⛪ Kirchen und Heiligtümer

basilica di Sant'Antonino

📍 Sorrento, Kampanien · 55/100

Zwischen 350 und 375 vom ersten Bischof von Piacenza, dem heiligen Viktor, außerhalb der Stadtmauern gegründet, war die Basilika Sant'Antonino bis 850 die erste Kathedrale von Piacenza. Der romanische Bau aus Sichtziegeln, überragt von einem achteckigen Glockenturm, birgt entscheidende historische Erinnerungen: 869 wurde hier Lothar II., König von Lotharingien, bestattet, und 1183 empfing die Kirche die Gesandten des Lombardenbundes und Kaiser Friedrich Barbarossa zur Unterzeichnung der Vorverträge zum Frieden von Konstanz. Nach den Schäden der Ungarneinfälle ließ Bischof Sigifredo sie 1014 wiederaufbauen; 1350 kam der Portikus des Paradieses nach einem Entwurf von Pietro Vago hinzu, bevor Giulio Ulisse Arata im 20. Jahrhundert die Restaurierungen leitete.

Sehenswertes

Die Kirche hat den Grundriss eines umgekehrten lateinischen Kreuzes. Außen fallen die Westfassade aus dem 11. Jahrhundert und die Nordseite mit dem Portikus des Paradieses auf, den Pietro Vago 1350 errichtete. In der Vorhalle steht das zwischen 1171 und 1172 geschnittene romanische Portal, geschmückt mit den Telamonen von Adam und Eva. Am Schnittpunkt der Schiffe erhebt sich der achteckige Glockenturm mit drei Reihen von Biforien und Bogenfriesen. Im Inneren haben sich sechsteilige gotische Gewölbe von 1495 erhalten sowie ein Presbyterium, das Camillo Gavasetti 1622 mit dem Triumph Jesu ausmalte, flankiert von fünf Leinwänden des flämischen Malers Robert De Longe und den barocken Schnitzarbeiten von Giovanni Ceti. Unter dem Hochaltar werden die Reliquien der Heiligen Antoninus und Viktor bewahrt. Unter den Kapellen sind Werke von Bernardo Castello, Giovan Francesco Ferrante und Bernardo Ferrari hervorzuheben, dazu die 1784 von Giovanni Prati geschaffene Statue der Unbefleckten. Das Museo Capitolare bewahrt Retabeln des 14. Jahrhunderts, Giulio Cesare Procaccini und dem Malosso zugeschriebene Gemälde sowie die vorbereitenden Entwürfe von Robert De Longe.

Tipp der Redaktion

Schau dir das romanische Portal unter dem Schutz des Portikus des Paradieses genau an, um die Reliefs von Adam und Eva aus dem 12. Jahrhundert zu entdecken; besuche danach das Museo Capitolare, das die bei den Abbrüchen der Kapellen des 16. Jahrhunderts geborgenen Werke versammelt.

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