Am Ufer des kleinen Sees, der damals Janula hieß, trafen sich 1155 Hadrian IV. und Friedrich Barbarossa, der auf dem Weg zur Kaiserkrönung war: Und dort weigerte er sich, dem Papst beim Aufsitzen den Steigbügel zu halten. Fünf Jahrhunderte später, 1649, wurde in den Feldern rings um den Ort Monsignore Cristoforo Giarda ermordet, den Innozenz X. geschickt hatte, um Ranuccio II. Farnese zur Rückgabe des Herzogtums Castro zu bewegen: Jener Mord war vielleicht einer der Gründe, weshalb der Papst danach die Zerstörung Castros befahl.
Der Ort ist vom Berg herabgestiegen: Er lag auf dem Monte Lucchetti, wo Friedrich II. eine Burg errichten ließ, und zog um 1400, in ruhigerer Zeit, ins Tal hinunter. Das Gefallenendenkmal trägt fünf Namen: Leutnant Ettore Rosso und die Pioniere Colombo, Zaccani, Obici und Trombini, die sich am neunten September 1943 mit Lastwagen voller Sprengstoff in die Luft sprengten, um den deutschen Vormarsch auf Rom zu verzögern. Und die Gemeinde hat noch ihre Università agraria, die Körperschaft, die das Gemeinschaftsgut verwaltet, Erbin der mittelalterlichen Einrichtungen bäuerlicher Selbstverwaltung.