Ein Weißwein, angebaut in den Hügeln zwischen den Provinzen Terni und Viterbo: schon die Etrusker gruben dreistöckige Keller in den Tuffstein und nutzten die Schwerkraft für Gärung und Reifung. In der Renaissance baten die Maler Pinturicchio und Luca Signorelli, die den Dom von Orvieto ausschmücken sollten, darum, zum Teil in Wein der Stadt bezahlt zu werden.
Der Überlieferung nach tranken Giuseppe Garibaldi und seine Tausend auf den Orvieto an, bevor sie 1860 von Talamone aus nach Sizilien aufbrachen. Die kontrollierte Herkunftsbezeichnung kam 1971; seit der Ernte von 1997 gibt es auch die Version «Orvieto Superiore», mit niedrigeren Erträgen und einem Mindestalkoholgehalt von zwölf Prozent.
Heute bleibt der Orvieto einer der ältesten und bekanntesten italienischen Weißweine, erzeugt in einem Gebiet mit in den Felsen gehauenen Kellern, die noch heute unter der Stadt besichtigt werden können.





