Das Oratorium der Santissima Annunziata stammt aus dem 17. Jahrhundert und steht wenige Schritte von der Pfarrkirche San Michele Arcangelo entfernt, auf dem Pass von Ruta, 269 Meter über dem Meer, dort wo der Kamm den Golfo Paradiso vom Tigullio trennt.
Sehenswertes
Der Bau ist klein und lässt sich am besten zusammen mit seiner Umgebung lesen: die Pfarrkirche San Michele Arcangelo wenige Meter entfernt und, etwas weiter, die Chiesa Millenaria aus dem 13. Jahrhundert, bis 1627 die Pfarrkirche von Ruta. Ligurische Oratorien sind die historischen Sitze der Laienbruderschaften; dieses gehört zur Erzdiözese Genua, Vikariat Recco-Uscio-Camogli.
Ruta hat keinen geschlossenen Ortskern: die Häuser liegen verstreut am Hang, und der mittelalterliche Kern bildete sich um die Chiesa Millenaria und die Via Romana nach Bana. Auch der Pass hatte seinen Kriegstag: am 15. November 1799 stießen hier französische und österreichische Truppen um die Kontrolle über Tigullio und Golfo Paradiso aufeinander.
Der Besuch
Ruta liegt rund 3,5 Kilometer vom Hauptort entfernt und wird von der Aurelia durchquert, mit Bus oder Auto also leicht erreichbar; im Ortsteil beginnen der Saumpfad nach Portofino Vetta und die Fahrstraße nach San Rocco. Feste Öffnungszeiten hat das Oratorium nicht: manchmal ist es zu den Gottesdiensten offen, sonst sieht man es von außen.
Tipp der Redaktion
Wir empfehlen das letzte Augustwochenende, wenn Ruta am Samstag und am Sonntag seinen Patron San Giovanni martire feiert: dann versammelt sich der sonst stille Ortsteil genau hier. An einem gewöhnlichen Tag verbindet man den Halt besser mit einer Wanderung: an der Chiesa Millenaria beginnen die Wege über den Kamm, mitten im Regionalpark von Portofino.
